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| Sa, 26.05.12 Pfingstturnier "Rund um den Flughafen" --------------------------------------------- |
| So, 27.05.12 Pfingstturnier "Rund um den Flughafen" --------------------------------------------- |
| Mo, 28.05.12 Pfingstturnier "Rund um den Flughafen" --------------------------------------------- |
| Do, 07.06.12 Pfarrfest Kath. Kindergarten --------------------------------------------- |
| Sa, 23.06.12 Ensheimer Dorffest --------------------------------------------- |
Verein
Historie
50 Jahre Wiedergründung DJK Ensheim
50 Jahre Wiedergründung DJK Ensheim
Vortrag zum Neujahrsempfang 2007 der DJK-Ensheim
von Fridolin Hoffmann
Liebe DJK-Freunde,
meine sehr verehrten Damen und Herren,
seit der Wiedergründung der DJK Ensheim am 10. Februar 1957 sind mittlerweile 50 Jahre vergangen. Grund genug, sich an die Ereignisse und Hintergründe zu erinnern und die Zeit bis heute noch einmal zu beleuchten.
Warum eigentlich Wiedergründung?
Die DJK-Vereine wurden im Jahre 1935 von der damaligen nationalsozialistischen Regierung als nicht verfassungskonform eingestuft und schlichtweg verboten wie auch andere kirchliche Vereinigungen. Bei uns im Ort auch der Kirchenchor und die Kolpingfamilie.
Die DJK ‚Ensheim war gerade einmal 15 Jahre zuvor, 1920 als katholischer Sportverein gegründet worden und nicht zuletzt aufgrund seiner damaligen Attraktivität bereits nach 6 Jahren (so gehr es aus einem Protokoll aus dem Jahresbericht von 1926 hervor) auf stolze die stolze Mitgliederzahl von 476 Jungmännern angewachsen – man bedenke, ohne weibliche Mitgliedern und Kleinkinder. Die christlichen Wurzeln dieser neuen Sportbewegung spiegeln den Zeitgeist, wenn berichtet wird, dass bei einem Sportfest 380 Jungmänner an den Tisch des Herrn getreten sind. Nach einem verlorenen Weltkrieg, einer bitteren Nachkriegszeit mit Hungersnot und Inflation war das disziplinierte Erleben der Gemeinschaft in dem Sportverein eine Stillung von jugendlichem Elan und Tatendrang und entsprach der damaligen Weltanschauung.
Gerade einmal 15 Jahre durfte sich diese Bewegung entfalten und schon machte sich ein menschenverachtendes Regime diese wertvollen menschlichen Grundzüge zu Eigen. Ein guter Sportler war sicher auch ein guter Soldat, einer der Disziplin in einer Mannschaft erfahren hat, von dem konnte man sicher auch eine treue Pflichterfüllung erwarte. Da war dann nur noch der fremde Gott daneben – und den hat man einfach gestrichen.
Nun ist ein Sportverein nicht eben mit einem Briefmarkenclub zu vergleichen. Es bedarf hier einer durchdachten Organisation und Regeln die, die sich am Menschen und seien Bedürfnissen orientiert und viel Rücksichtnahme auf sein Umfeld erfordert. Deshalb war es nach dem 2. Weltkrieg kein einfaches Unterfangen gerade einmal wieder einen Sportverein zu gründen, der nach der Auslegung auch noch einem besonderen Anspruch – die Achtung christlicher Werte - genügen musste.
Es ist bezeichnend, dass 12 Jahre nach Kriegsende das Vereinswappen aus den Gründertagen wieder zum Vorschein kam. Die junge Nachkriegsgeneration, allen voran Alfons Reinhard und die Männer der ersten Stunde, stellvertretend hier genannt Adolf Engel und der damalige Pfarren Konrath haben den Geist aus den 20er Jahren wieder aufleben lassen und bei der Gründungsversammlung am 10. Februar 1957 einundfünfzig Mitglieder aufnehmen können. Das friedliche Zusammenleben neben den etablierten Sportvereinen war in der Anfangszeit nicht ganz einfach. So wurden im Fußball Heimspiele in den ersten beiden Jahren nach der Wiedergründung in Fechingen ausgetragen werden.
Die Erfolge in den Mannschaftssportarten ließen auch einige Zeit auf sich warten und auch die Ergebnisse in den anderen Sportarten waren auch nicht immer erbaulich. Aber es gab sie.
Aus eigener Erinnerung im Jahr 1959, ich spielte in einer Knaben-Handballmannschaft betreut von Adolf Engel wir war mit der Straßenbahn nach Jägersfreude zu einem Turnier gefahren und hatten am Ende einen der vorderen Plätze belegt. Aus Freude über das gute Abschneiden hat Adolf Engel jedem ein Fläschchen Limo aus eigener Tasche spendiert. Das war für einen 12-jährigen zu der damaligen Zeit schon eine Attraktion!
So gab es in der Folgezeit sicher viele Begebenheiten an die man sich gerne erinnert.
An dieser Vereinsgeschichte haben sehr viel Mensch gearbeitet und auch ihren Spaß gehabt. Ein Titan, der über die gesamte Zeit die Geschicke des Vereins aktiv mitgestaltet hat und auch heute unter uns weilt ist Günter Adt, der seit der Wiedergründung aktiv im geschäftsführenden Vorstand zuerst als Schriftführer und bis heute als Kassierer mitgearbeitet hat. Handball und Fußball hat er selbst aktiv gespielt und noch heute trainiert er eine Handballmannschaft. Im gleichen Atemzug sind aber auch Gerd Hager als Schriftführer und Organisationsleiter und Günther Klein als Jugendleiter Fußball zu erwähnen, die einen Großteil der letzten 50 Jahre die DJK Ensheim entscheidend mitgeprägt haben
Ein Verein besteht aus Menschen und die Qualität des Vereins vereinigt nicht nur deren Qualitäten in Summe, sondern erzeugt auch eine Synergy als eben dieses Produkt der Gemeinschaft.
In diesem Sinne können wir getrost in die Zukunft blicken, denn der Geist der DJK hat den letzten Krieg überlebt und immer wieder Menschen prägen, die allen Unkenrufen zum trotz
einer lebenswerten Gemeinschaft den Weg ebnen.


